Die Geschichte wiederholt sich
Als die Taliban 1996 erstmals Kabul einnahmen, floh Wida Zemarai mit ihrer Familie nach Schweden. Heute ist sie beim Dana Cup die Trainerin eines afghanischen Mädchenteams, deren Spielerinnen 2021 nach der erneuten Machtergreifung der Taliban und Einführung einer strengen Diktatur, die Mädchen den Schulbesuch, Studium oder Sport wie Fußball verbietet, geflohen sind.
„Die Mädchen des Ayenta FC konnten sich 2021 aus Afghanistan retten und flohen nach Portugal. Hier leben sie auch, während viele von ihren Familien sich noch immer in Afghanistan befinden“, erklärt Wida, die selbst 2001 als Spielerin am Dana Cup teilgenommen hat.
„Die Geschichte wiederholt sich also“, sagt Wida wehmütig lächelnd bei dem Gedanken daran als sie selbst in ein völlig neues Land mit einer schwer zu erlernenden Sprache kam.
Die Mädchen des Ayenta FC spielen sonst in verschiedenen Vereinen und haben eigens für die Turnierreise nach Dänemark zusammengefunden. Im vergangenen Jahr sind sie beim Gothia Cup angetreten, und in diesem Jahr nehmen sie zum ersten Mal am Dana Cup teil.
„Wir sind in erster Linie hier, damit die Spielerinnen sowohl in sozialer und sportlicher Hinsicht gute Erfahrungen sammeln, und vielleicht sogar neue Freundschaften knüpfen können“, berichtet sagt Wida Zemarai.
Der Vereinsname Ayenta bedeutet in Farsi Zukunft - und die Zukunft ist es worauf die Trainerin und ihre Spielerinnen ihre ganze Hoffnung mit der Teilnahme am Dana Cup setzen.
















