Fußball ganz ohne Politik und Religion

23. Jul 2013
Libanon ny
Al-Shabab sind in der U15 Libanesische Meister und zeigen einen spielerisch schönen und dynamischen Fußball.

Fußball ganz ohne Politik und Religion

Muslime spielen Seite an Seite mit Christen. Reiche geben den Ball ab an Arme. Al-Shabab, was auf Arabisch Junge Jungens bedeutet, ist ein Verein, der es Jungen ermöglicht ungeachtet ihres religiösen, politischen oder finanziellen Hintergrundes Fußball zu spielen. Der Klub Al-Shabab stammt aus Beirut im Libanon und ist zum ersten Mal beim Dana Cup angetreten, aber wenn es nach dem Vorstandsvorsitzenden Nasser Bahkti und dessen dänischen Kontaktperson Hassan geht es auch nicht das letzte Mal sein.

- Wir haben uns ganz bewusst für Dänemark und den Dana Cup entschieden, stellt Nasser Bahkti fest, der den Vorsitz des Klubs mit 300 Mitgliedern leitet. Die besten Seniorspieler spielen in der drittbesten libanesischen Liga. Dennoch sind gleich 6 Nationalspieler im Alter von 15 Jahren in der Mannschaft Al-Shabab zu finden. Für viele überraschend konnte der Verein die Libanesische Meisterschaft für sich entscheiden.

- Wir haben auch ganz bewusst keine Sponsoren angeworben, da diese nur die Zusammenstellung des Kaders beeinflussen würden. Daher haben die Eltern der Spieler einen Beitrag an einen Gemeinschaftsfond geleistet, aus deren Gelder dann die Teilnahme am Dana Cup finanziert wurde. Die, die viel zahlen konnten, haben mehr bezahlt. Die, die nicht soviel haben, haben weniger bezahlt, erklärt Nasser Bahkti ganz einfach, der mit 16 Spielern und 6 Mannschaftsleiter angereist ist.

Vielleicht ist mit der Teilnahme von Al- Shababs beim Dana Cup 2013 der Startschuss dafür getan, dass noch mehr libanesische Mannschaften beim großen Fußballevent antreten.

- Ich habe schon Alison Forman vom Dana Cup versprochen, dass ich versuchen werde das schon im nächsten Jahr mehr libanesische Mannschaften beim Dana Cup antreten werden, berichtet Hassan, der mit einer Dänin verheiratet ist und schon 27 Jahre in Dänemark lebt. Er war 20 Jahre als Fußballtrainer tätig und hat dadurch viele gute Kontakte im Libanon.

Gem
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